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Es nutzt nichts alles zu hinterfragen, wenn kein Sinn dahinter steckt.

  • Autorenbild: Gini Isi
    Gini Isi
  • 2. Aug. 2020
  • 3 Min. Lesezeit

In letzter Zeit beschäftige ich mich verstärkt mit persönlichen Themen und entlüfte gut versteckte Glaubenssätze. Mich verfolgte der Satz: „Du musst nur die richtigen Fragen stellen, damit du auch die richtigen Antworten bekommst.“ Doch was sind denn nun die „richtigen“ Antworten. Ist nicht jede Antwort für den Moment getroffen als WAHR angenommen? Jede Antwort – egal welche – bringt uns doch unserem Ziel näher und wenn wir rational im Ausschlussverfahren agieren. Ist es die Suche nach MEHR?

Jeden Morgen gehe ich zu meinen Ponys und begrüße sie beide einzeln. Dazu gehört für mich die Frage „Wie geht es dir?“ wie auch die Frage „Möchtest du irgendetwas haben oder kann ich etwas für dich tun?“ oder „Hast du gut geschlafen?“, „Was wollen wir heute machen?“. Eines Morgens also ging ich zu Kinna, begrüßte sie und fragte sie wie es ihr geht. Ihre Antwort war „Joa.“. Ich fragte sie: „Geht es dir gut?“ – „Nein.“ – „Geht es dir schlecht?“ – „Nein.“ – „Okay, und WIE geht es dir?“ – „Joa.“. Aha, dachte ich mir. Was soll mir das jetzt sagen? Nichts! Da gibt es einfach mal gerade nicht mehr und nicht weniger als diese Antwort. Es ist der Moment. Es ist der Moment in dem es nichts weiter zu sagen gibt. Wir meinen, wir müssten Fragen stellen um unserer Antwort näher zu kommen. Doch wo liegt diese Antwort? Wir suchen im Außen nach dem passenden Puzzlestück. Ein Puzzle setzt sich aus mehreren Teilen zusammen und je nachdem von welcher Ebene aus wir es betrachten sind es mal mehr und mal weniger Teile – letztendlich aber, tragen wir alle Teile in uns. Manchmal sind sie versteckt hinter Glaubenssätzen und alten Gewohnheiten die uns anhaften. Manchmal liegen sie auch glasklar auf der Hand, nur wir erkennen sie nicht als solche. Wäre ja zu einfach (übrigens auch ein sehr schöner Satz an den ich glaubte 😉 ). Einfach kann ja jeder. Genau, das kannst auch Du! Deswegen teile ich eine schöne Übung – wie ich finde – mit dir, die dir hilft Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und deine WAHRnehmung zu schulen.

Schritt 1: Nehme dir eine Situation aus deinem Leben, wie zum Beispiel ein Gespräch mit dem Nachbarn, Streit mit dem / der Partner/in oder Begegnung mit einem Tier. Stelle sie dir vor deinem inneren Augen vor. Du weißt noch genau wie du dich gefühlt hast. Du siehst dein Gegenüber und bemerkst die Reaktionen.

Schritt 2: Du siehst diese Momentaufnahme vor deinem inneren Auge. Nun betrachtest du sie von oben. Stell dir vor du wärst ein unbeteiligter Dritter wie zum Beispiel ein Vogel, ein Schmetterling oder eine kleine Fee.

Schritt 3: Was siehst du? Nimm dir dazu gerne einen Zettel und einen Stift und schreibe alles auf. Welche Gefühle steigen in dir auf? Ist es dunkel oder hell? Gibt es zum Beispiel Farben die besonders hervor stechen? Wie ist die Umgebung? Mimik? Gestik? Von oben kannst du die Dinge mit Abstand betrachten und weiter sehen. Nimm alles WAHR was gerade in diesem Moment ist.

Schritt 4: Was fällt dir auf? Was fühlst du dabei? Nehme es an. Genau das ist der Moment in dem du BIST.

Manchmal braucht es Abstand um klar sehen zu können. Es gibt nicht immer nur die eine Möglichkeit, den einen Blickwinkel oder geht es dir „gut“ oder „schlecht“. Die Antwort liegt am Blickwinkel des Betrachters. Ändere deine Perspektive, erweitere deinen Horizont und KLARheit stellt sich ein.



 
 
 

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