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#Krankheit #Heilung #Seelenweg

  • Autorenbild: Gini Isi
    Gini Isi
  • 9. Apr. 2021
  • 5 Min. Lesezeit



Hallo ihr Lieben! Ich lese oft, von unterschiedlichen Krankheiten oder Symptomen. Ärzte wissen nicht mehr weiter, Menschen sind ratlos und fühlen sich hilflos. Ich frage mich, wann haben wir aufgehört, auf unseren Körper zu hören und unsere innere Stimme, die Weisheit zu beachten. Und warum, fangen wir nicht wieder an damit?! Ich möchte dich mitnehmen in meine Welt und dir einen Teil meiner Geschichte, meinem Lebensweg erzählen.

Wann es anfing? Ich weiß nicht so recht. Das ist eine ähnliche Frage, wie die Frage mit dem Ei und dem Huhn. Krankheiten begleiten mich schon mein ganzes Leben lang. Es gibt viele Geschichten, die ich vergessen habe und einige die ich noch weiß. Als Kind Mittelohrentzündung, als Teenager Rückenproblematik, als Erwachsene kam dann noch die Sache mit der Blase dazu. Alles gipfelte sich 2016 in einer Nierenbeckenentzündung, da war ich gerade 26 geworden. Ich war gefühlt am Boden. Mit 40 Grad Fieber lag ich im Bett, konnte mich kaum bewegen, weder essen noch trinken, konnte keinen klaren Gedanken fassen. Dies würde ich nicht mal meinen ärgsten Feinden wünschen. Der Anfang vom Ende, zumindest einer von mehreren wie sich später herausstellte. Als die Nieren heilten, blieben unerträgliche Rückenschmerzen und ein Körper der auf ein Minimum zurückgefahren hat. 10 Minuten am Stück sitzen? Tortur unter andauernden Schmerzen. Stehen? Vielleicht ein paar Minuten länger. Schlafen? Nur auf dem Rücken. Klamotten? Nichts, was auch den Hauch von Enge an meiner Seite hat. Kondition? Unterirdisch (okay, ich gebe zu, dass war eh nie meine Stärke). Muskeln? Ich spürte sie wieder, weil ich Muskelkater vom Treppensteigen bekam! Alles in allem, ziemlich bescheiden meine Situation. Doch keiner wusste warum oder konnte mir wirklich helfen. Zu der Zeit hatte ich noch einen 40-Stunden Bürojob, am Schreibtisch, mit fast ausschließlich sitzen natürlich. Ich überstand den Arbeitstag mit hinsetzen, aufstehen, hinsetzen, hinlegen, hinsetzen, kurz bewegen - ging ja nicht so viel, war ja schließlich auf Arbeit, redete ich mir ein. Während meines Urlaubs ging es mir deutlich besser, konnte ich den Tag selbst gestalten wie ich wollte und mich frei bewegen. Allerdings nach einem Tag Arbeit waren 14 Tage Urlaub wie verflogen. Wer war ich in dieser Zeit? Oder besser gefragt, WO war ich während dieser Zeit? Ich hielt mich für klein, traute mich nicht wirklich für mich einzustehen und wollte ich doch einfach nur gesehen werden (übrigens mein Lebensthema, merke ich doch gerade beim Schreiben, wie bei mir wieder alle Dämme brechen. Und merke, dass die Krankheiten in meinem Leben, mein Lebensthema sind). Doch wie sollten mich andere sehen, wenn ich mich selbst gar nicht sehe, geschweige denn weiß, wer oder was ich bin. Hab ich doch all die Jahre aufgehört an mich zu glauben, habe Mauern errichtet um das wahre Sein nicht fühlen zu müssen. Das Ganze hielt ich über anderthalb Jahre aufrecht. Verbrachte die Tage in meiner Blase, aus Selbstzweifel, warum ich? und der Hoffnung, jemand anders könnte mein Leben in die Hand nehmen und mich heilen. Bis eines Tages meine Tiere rebellierten, angefangen mit meiner Katze, die urplötzlich aus augenscheinlich unerfindbaren Gründen anfing zu lahmen. Ehrlich gesagt, mir schwante es schon. Wusste ich doch, dass meine Tiere nicht einfach so krank wurden, sondern um mir die Augen zu öffnen und zu sagen „Hey, hallo, sieh‘ doch mal hin!!“. Für die Tiere würde ich mein Leben ändern. So machte die Katze den Anfang. Ich sah es, doch wollte es nicht annehmen und änderte nichts, hatte ich Angst und Selbstzweifel. Dann folgten sie, meine Ponys. Es ging nicht anders. Hier konnte ich nicht wegschauen, war es doch viel zu offensichtlich. Aus unerklärlichen Gründen wurden auch sie „einfach so“ krank und ich wusste, wenn es so weiter geht, lässt einer sein Leben. Es musste sich was ändern. Ab hier, ging mir dann der Arsch auf Grundeis, aber so richtig. Sollte ich doch ab jetzt für mich einstehen und meinen Weg gehen, der alles andere als normal ist. Doch das wusste ich damals noch nicht. Ich hatte Angst, und was für welche. Vor allem, den Menschen gegenüber zutreten die ich liebte und die mir etwas bedeuteten und denen ich mit meiner Entscheidung vor den Kopf stoßen würde, wusste ich doch, was sie von mir erwarteten – normal und vernünftig zu sein. Damals entschied ich, auf Reisen zu gehen, mit meinen 3 Islandponydamen und meinen beiden Katzen, alles zu beenden und hinter mir zu lassen was ging, um ein neues Leben zu beginnen. Allerdings, nahm ich meine Vergangenheit auch mit. Was mir in der Zeit geholfen hat, waren Menschen, die für mich da waren und mich unterstützt haben, mir Mut zugesprochen haben und mir ihre Hand angeboten haben. Das ist unendlich wertvoll! (Diese Erfahrung durfte ich auch erst im Nachhinein machen, WIE wertvoll das ist.) Also beendete ich damals meine Beziehung, mit meinem Traum die Ponys direkt am Haus stehen zu haben und kündigte meine unbefristete Stelle bei meiner Ausbildungsfirma. (Auch hier durfte ich im Nachhinein den Wert erkennen, den ich vorher nicht sehen konnte.) Auf Reisen lernte ich sehr viel, vor allem über mich. Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich einließ, startete ins Ungewisse. Hatte ich doch zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal was von dem Wort Persönlichkeitsentwicklung gehört. Doch war dies die Reise zu mir, zu meinem Selbst. Die Reise begann im August 2018. Ich erlebte weitere Tiefen - und Höhen, doch merkte ich auf einmal sehr schnell wie meine Rückenschmerzen nachließen. Ja, sogar fast weg waren. Auch andere Dinge, die mich vorher belasteten verlor ich während der Zeit. Ich entwickelte ein ganz anderes Gefühl für mich. Für meinen Körper. Für meine Gefühle. Für meine Bedürfnisse. Für – ja, fast wirklich alles in meinem Leben. Während dieser Zeit lernte ich mich selbst neu kennen und mich selbst zu heilen.

Heute: Rückblickend zeigt mir meine Geschichte sehr viel. Erkenne ich sie auch bei vielen anderen. Vielen anderen, die sich selbst nicht mehr vertrauen, die aufgehört haben auf ihre innere Stimme und Intuition zu hören und für sich einstehen und ihren Weg gehen. Mittlerweile sehe ich die Krankheiten als Zeichen. Jede hat ihre ureigene, individuelle Botschaft. Ist doch nichts wirklich gleich auf dieser Welt. Heute, höre ich die Botschaften die dahinter stecken oder vielmehr, sehe - und fühle sie. Ist meine Blase zu meinem Wegweiser geworden, die mir jedes Mal aufzeigt, wenn mir etwas schlecht tut, sei es Alkohol, negative Energien oder Gedankenspiralen die in meinem Kopf fest hängen. Sind meine Nieren meine Begleiter geworden, die Dinge aufnehmen, die mir eben „an die Nieren gehen“. Dennoch lausche ich heute darauf. Kann erkennen, sehen, fühlen was dahinter steckt und es wieder ziehen lassen. Mangelte es mir doch damals an Unterstützung in allem möglichen, was ich im Außen suchte und anstelle dessen ich heute meinen Blick nach innen richten darf um auf das zu trauen was in mir steckt, mich selbst. Ich lausche wieder meiner inneren Stimme, meiner Weisheit, meiner Intuition. Habe gelernt ihr wieder zu vertrauen. Habe gelernt auf meinen Körper zu hören und zu achten. Übernehme wieder die volle Verantwortung für mich und mein Leben. Und ich bin dankbar, so unendlich dankbar! Ich schätze dieses Leben. Die Krankheit ist das Beste, was mir in meinem Leben passieren konnte. Das Leben ist das Beste, was mir in meinem Leben passieren konnte und ICH bin das Beste, was mir in meinem Leben passieren konnte. Sei auch DU das Beste, was dir in deinem Leben passiert!

Alles Liebe und Namasté, Deine Gina

 
 
 

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