Seelengeschichte - Der Schmerz und die Last im Bein
- Gini Isi
- 23. Apr. 2022
- 4 Min. Lesezeit
Auszug aus einer Heil-Session zur integrativen Seelenarbeit

„Du trägst eine große Last in dir, deswegen ist das Leben gerade so schwer für dich.“ sprach es aus dem Schmerz in meinem Bein. Es war meine Seele die mir antwortete. Schon seit ein paar Tagen, merkte ich, wie mein Körper sich kaum noch bewegen wollte. Ich schaltete auf Slo-Mo, da ich trotzdem gerne etwas geben wollte. Doch ging es mir und meiner Seele wirklich gut dabei?
Ich hatte Muskelkater in den Beinen von einem sehr aktiven Wochenende. Hinzu kam ein un-günstiger Kopfüber-Fall auf dem Trampolin und mein Rücken war gestaucht. Okay, ich verstand. „Mach mal langsam!“ hieß das. Schwer oder gar jegliche Anstrengung die auf meinen Rücken ging merkte ich sofort und ließ es also besser gleich bleiben. So viel hatte ich den letzten Jahren schon dazu gelernt, auf das was mein Körper mir sagt zu achten und meine Grenzen dahingehend zu kennen. All dies bemerkte ich und beachtete ich und eine kleine Stimme in meinem Kopf sagte, „ach komm, ein bisschen geht doch noch – ich mach auch gaaanz langsam…“. Dann passierte es. Ich krabbelte, - so wie ich es sonst auch immer tat - unter dem Stromzaun hindurch und beim Bücken in die Hocke merkte ich einen gleißenden Schmerz, - dem eines Zerreißen nahe - und ein Ziehen in meinem linken Oberschenkel. Na toll, auch noch eine Zerrung. Noch im gleichen Moment hob ich meine Arme und musste ein wenig über mich selbst schmunzeln. „Ist ja ok, ich habe verstanden!“ dachte ich laut. Tja, wenn die Hinweise und Schmerzen sich häufen, dann ergebe ich mich, da hat selbst die kleine Stimme in meinem Kopf nichts mehr zu melden.
Laufen ging noch, aber ich merkte die Zerrung bei jedem Schritt und so ging ich ein wenig humpelnd zu meinem Quartier. Es wird wohl eine sitzende Tätigkeit werden, dachte ich mir. Ich entschied mich, für einen Kaffee und mich in die Sonne zu setzen, mit einem Buch dabei wäre die beste Lösung. Einfach mal nur etwas für mich und meine Seele tun. Gedacht – getan. Also saß ich in der Sonne. Ein Buch lesen wollte ich nicht, einfach nur spüren war jetzt dran.
Ich spürte wie der Boden leicht bebte, wenn die Pferde vorbei gingen. Wie die Sonne meine Haut erwärmte. Wie der Wind um mich herum strich und atmete die frische Luft ein und spürte sie sich in meinem ganzen Körper verteilen. Mit geschlossenen Augen spürte ich die Luft die ich atmete. Spürte den Körper in dem ich mich befand und verband mich bewusst mit meiner Umgebung und war einfach nur da.
Da merkte ich es, von jetzt auf gleich und ohne Vorankündigung, wie sich mein Zustand änderte. Meine Gedanken waren plötzlich verschwunden und ich war voll und ganz im Hier und Jetzt in meinem Körper gelandet. Ich spürte meine Seele klar und präsent in mir und fragte sie, wie sie sich fühlte. Zuerst schenkte sie mir eine große Freude und Lebendigkeit, dann änderte sich das Gefühl und sie wurde betrübt. Intuitiv nahm ich meine Hände, legte sie auf mein linkes Bein und verband sie mit dem Schmerz der dort drin steckte. Es fühlte sich an wie ein steifes Brett. Ich fragte den Schmerz, welche Botschaft er für mich habe. Die Worte kamen so leicht und verständlich. „Du trägst viel Last in dir, deswegen ist das Leben gerade so schwer für dich.“. „Wow!“, dachte ich, und das sagt mein Bein. Was für ein Geschenk! Ich fühlte noch weiter in den Schmerz und fragte mich selbst: „Willst du das ändern? Möchtest du das Geschenk erkennen und annehmen und die Last in deine Arme nehmen?“ Ich spürte sofort ein JA. Ein eindeutiges, klares Zeichen irgendwo aus meiner Herzgegend. Ich spürte noch ein wenig weiter und fragte die Last, „Wo kommst du her? Was darf ich durch dich erkennen?“. In Verbindung mit meiner Seele spürte ich die Last die auf meinen Schultern ruhte und in meinem Nacken lastete und gefühlt jene Momente in meinem Leben zogen an mir vorbei, wo ich mich selbst nicht sah. Wo ich die Stimme meiner Seele und meiner Selbst überhörte, um etwas nachzujagen was nicht mir entsprach. Einer Stimme in meinem Kopf folgte, die mir sagt: „du musst!“. Die Last die auf mir lastete war ich Selbst! Jedes Mal, wenn ich selbst mich nicht sah, meine ur-eigenen Anforderung und Bedürfnisse nicht erkannte, sondern etwas anderem folgte. „Danke, für diese wahrhaft großartige Lehre!“, sprach ich zu meiner Seele. Danke, dass du mir das Geschenk jetzt zeigst und ich dies integrieren darf.
Ich verband mich nochmal bewusst mit dem Schmerz und entließ ihn aus meinem Körper. Doch nicht nur der Schmerz ging, sondern auch alle energetischen Verbindungen löste ich damit, die sich damit in meinem Körper in Verbindung befanden. Mein Rücken. Mein Nacken. Mein Bein – und was sonst noch alles. Ich spürte ein kribbelnden vom kleinen Zeh aufwärts, welches meinen ganzen Körper durchlief als die Verbindungen sich trennten. Ich sprach die magischen Worte der Vergebung zu meinem höheren Selbst und löste mich in tiefer Dankbarkeit mich nun selber wieder besser sehen und spüren zu können. Ich wusste, tief in mir die Schmerzen würden gehen – bis heute Abend wären sie weg - und die energetischen Verbindungen gelöst. Mein Körper war frei und meine Seele leuchtend. Es breitete sich ein tiefes Gefühl der inneren Freiheit und des Friedens in mir aus. Ich bin mir selbst wieder ein Stückchen näher gekommen.


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