Unsere innere Ausrichtung bestimmt, was wir sehen wollen.
- Gini Isi
- 23. Okt. 2020
- 2 Min. Lesezeit

Weißt du... das Leben ist voller Wunder, wir müssen sie nur möglich machen. Unsere innere Ausrichtung bestimmt, was wir sehen wollen. So er-leben wir jeden Tag Wunder. Ein paar (oder eher zwei Paar) Wochen ist es her, als wir erneut Zuwachs bekamen. Seitdem begleitet uns die zauberhafte Islandstute Yrja auf unserem Weg. Yrja lernte ich letztes Jahr auf meiner Station in Spanien kennen. Schon damals hat sie ihren Platz in meinem Herzen eingenommen. Doch jetzt, über ein Jahr später, haben wir wieder zusammen gefunden. Teilen möchte ich mit euch allerdings ein anderes Wunder. Als Yrja hier ankam war ihr rechtes Auge total gerötet. Sie wollte / konnte es nicht auf machen. Es war dick, gereizt und tränte die ganze Zeit. Sie hat oftmals mit dem rechten Auge geschaut und das andere nur ein Stück weit geöffnet, wenn überhaupt. Ich hatte Angst, wenn ich nichts tue, dass sie dann blind wird - wegen mir. Alle sagten mir, da müsse ein Tierarzt drauf schauen, mach mal was. Und ich tat. Hatte Salben die ich ihr eingab, spülte es, gab ihr sogar Antibiotika (für mich eine Überwindung) ins Auge. Doch gefühlt half nichts von alledem und es wurde kaum merklich besser. Dabei wollte ich doch wirklich nur, dass es ihr besser geht. Irgendwann entschied ich, ich mache gar nichts mehr ins Auge. Wenn es sowieso nichts bringt, kann ich es auch gleich sein lassen. Mein Kopf machte mir Vorwürfe, du musst was tun, das kannst du doch so nicht machen und so sein lassen. Nicht nur mein Kopf sagte mir das, auch Menschen die Yrja und mir helfen wollten (und ich setze mal voraus, auch wirklich nur das Beste für uns wollten!). Doch entschied ich weiter. "Du bist perfekt, so wie du bist."(mit meiner Intention, weil du DU bist). Du hast alles in dir was du brauchst. "Du bist einfach perfekt." Die Ausrichtung mich nur darauf zu konzentrieren war nicht einfach. Ich hatte ja meinen Kopf und Menschen die etwas anderes sagten. Doch ich glaube, der ausschlaggebende Wendepunkt war, als ich mich fragte: Was will ich sehen, wenn ich sie anschaue? Welches Gefühl will ich dabei haben? Wem gebe ich meine Energie in dem Augenblick? Vorher sah ich sie nicht, ich sah ihr Auge. Was aus meinem Filter heraus nicht gesund war. Ich hatte Angst, die meinen Blick verschleierte. Jetzt SEHE ich ein wundervolles Wesen vor mir. Welches perfekt ist, genau wie sie ist und vor allem weil sie ist. Ich er-FREUE mich jedes Mal, wenn ich sie anschaue. Bin überwältigt von ihrer Schönheit, innen wie außen. Heute - jetzt - ist das Auge perfekt und ich bin von Herzen dankbar dieses Wunder in meinem Leben haben zu dürfen.


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